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Bildunterschriften:
Bild 1
In den meisten Fällen wird bei Bodensanierungen der Untergrund mit einer Nivelliermasse geebnet. Danach muss die frisch aufgetragene Spachtelmasse mit einer Nadelwalze entlüftet werden.
Foto: © galitskaya/GEV
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Bild 2
Beim Verlegen von Fliesen wird zunächst der Fliesenkleber mit einer Zahnkelle aufgetragen. Nach dem Trocknen des Klebers verfugt der Handwerker die neuen Keramikplatten.
Foto: © bozhdb/GEV
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Bild 3
Fest auf den Untergrund geklebtes Parkett kann mehrmals abgeschliffen und neu aufgearbeitet werden. Nach dem Entfernen des Schleifstaubs wird dieser Boden versiegelt.
Foto: © Iris Pohl/GEV
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Bild 4
Wer’s besonders flauschig mag, greift zu Textilböden. Diese können nach der entsprechenden Auf- und Vorbereitung des Estrichs problemlos aufgeklebt werden.
Foto: © sutichak/GEV
Neuer Glanz für alte Böden
Sind Fußböden in die Jahre gekommen und sieht man ihnen das auch an, denken viele über eine Sanierung nach. Dazu muss nicht unbedingt alles entfernt werden, bei glatten Oberflächen können auch nur diese renoviert werden. Wichtig ist bei allen Arbeitsschritten, dass die eingesetzten Produkte – von der Grundierung bis hin zu Ölen und Lacken – möglichst emissionsarm sind, denn der Raum soll schnell wieder nutzbar sein. Dafür steht das Emicode-Zeichen und leistet einen wichtigen Beitrag für eine wohngesunde Raumluft.
Sie werden mit Füßen getreten, Staubsauger und Bobbycars fahren drüber, Gegenstände fallen drauf: Fußböden werden im Laufe ihres Lebens hart rangenommen. Unabhängig von der Oberfläche – ob Holz, Fliesen, Vinyl oder andere – irgendwann ist eine Auffrischung, eine Renovierung oder eine Sanierung fällig. Nicht immer muss dafür die bestehende Oberfläche herausgerissen werden. Bei einem Fliesenboden genügt es zum Beispiel, nur schadhafte Exemplare mit Sprüngen oder abgeplatzten Ecken auszutauschen. Üblicherweise haben Hausbesitzer noch ein paar Fliesen vom aktuellen Belag im Keller oder in der Garage vorrätig. Nach dem Austausch der defekten Fliesen können diese neu verfugt werden.
Auch andere Böden lassen sich mit überschaubarem Aufwand sanieren. Sind alte Textilböden auf den Untergrund geklebt, kann die Entfernung anspruchsvoll sein. Ist der verwendete Klebstoff wasserlöslich (also eine sogenannte Fixierung), lässt sich der Teppichbelag nach dem Einfeuchten (ca. 1-2 Stunden) relativ leicht abziehen. Bei einem nicht wasserlöslichen Klebstoff werden Maschinen, sogenannte Stripper, verwendet. Ist der alte Teppichboden entfernt, verbleiben unter Umständen Klebstoffreste auf dem Boden. Diese und andere eventuell vorhandene Rückstände werden mit Maschinen staubfrei abgeschliffen oder abgefräst, grundiert, gespachtelt und damit für den neuen Belag vorbereitet.
Geklebte Design- oder Vinylböden können fast immer aufgefrischt werden. Hier genügt es, für die Vorbereitung den Belag zunächst zu reinigen und anzuschleifen. Danach wird er neu lackiert. Dabei kann die Oberfläche nicht nur farblich gestaltet werden, sondern es sind auch verschiedene „Effektbehandlungen“ möglich, z.B. durch Einstreuen von farbigem Flitter. Danach erstrahlt der Design- oder Vinylboden wieder in neuem Glanz.
Böden aus Holz, Parkett, Holzpflaster oder große Dielen können mehrfach renoviert werden und haben dadurch eine extrem lange Lebensdauer (Massivholzparkett bei guter Pflege 60 bis 100 Jahre) und sind somit besonders nachhaltig. Der Holzbelag kann im Lauf der Jahre mehrfach an- oder abgeschliffen werden. Nach einem Anschliff wird eine neue Lackschicht aufgetragen, nach einem Abschliff kann die Oberfläche komplett neu mit einem Öl oder Lacksystem gestaltet werden. Auf den Estrich geklebte Holzböden haben sich dabei als langlebiger als „schwimmend verlegte“ erwiesen. Geklebtes Parkett ist deutlich stabiler, kann stärker belastet werden und lässt sich einfacher abschleifen.
Auch alte Nutzestriche lassen sich aufarbeiten. Mürbe Zonen und Unebenheiten, können nach einem Reinigungsschliff mit einer Spachtelmasse beseitigt werden. Diese binden i.d.R. innerhalb eines Tages ab und sind dann bereit für die Verlegung eines neuen Belags. In Neben- und Kellerräumen kann der Estrich auch einfach versiegelt und ohne Belag genutzt werden.
Egal, welche Art der Bodensanierung ansteht, der Arbeitsschutz ist zu berücksichtigen. Beim Einsatz emissionsarmer Produkte ist dies meist einfacher, denn mit dem Emicode gekennzeichnete Produkte sind immer auch unter Arbeitsschutzgesichtspunkten optimiert. Verarbeiter oder Do-it-yourselfer müssen beim Abtrag alter Beläge Staubsauger benutzen und geeignete Schutzausrüstungen, wie etwa Feinstaubmaske und Arbeitshandschuhe, tragen.
Emissionsarme Produkte, die das Emicode-Siegel tragen, sind während der Renovierung die Basis für wohngesunde Räume. . Die GEV – Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte – vergibt das Emicode-Zeichen mit seinen verschiedenen Kategorien jetzt schon seit fast 30 Jahren nur an Produkte, deren Emission durch strenge Laborprüfungen festgestellt wurde. Hersteller müssen ihre Erzeugnisse regelmäßigen Kontrollen in Form von unangemeldeten Stichproben unterziehen lassen und dürfen mit einem Emicode-Siegel nur dann werben, wenn es spätestens alle fünf Jahre erneuert wird. Diese Emicode-zertifizierten Verlegewerkstoffe halten strenge Kriterien für problematische Stoffe ein und sind weitgehend frei von VOCs (Volatile Organic Compounds = flüchtige organische Verbindungen).
Es gibt eine große Bandbreite an Produkten, die das Emicode-Zeichen führen dürfen: Ob Grundierungen, Klebstoffe, Estrichmörtel, Fugenmassen, Dichtstoffe oder Oberflächen-behandlungen für Parkett wie Öle und Lacke – Verbraucher und Verarbeiter können sich bei der Auswahl am Emicode-Zeichen orientieren, um sicherzugehen, dass nach Abschluss aller Bodenarbeiten eine wohngesunde Raumluft gewährleistet ist.
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